Training bei SichSelbstVerteidigen

Als lizenzierter KRAV CORE Anbieter unterrichten wir Krav Maga. An zwei Terminen in der Woche bieten wir ein regelmäßiges Training an.

Warum bei uns trainieren?

Stress-Gewöhnung: Zusätzlich zum effektiven Techniken trainierst du auch strategisches Verhalten in realistischen Situationen und Szenarien. Hierbei lernst du verschiedene Übergriffe und bedrohliche Situationen als simuliertes Rollenspiel unter Hochstress zu meistern. Mit dem „Stressimpfungstraining“ bieten wir dir die einzige wirkliche Vorbereitung für den Ernstfall.
Selbstsicherheit: Neben der physischen Stärkung verbesserst du durch unser Training dein Auftreten, deine Wirkung auf andere Menschen und deine Selbstsicherheit. Du wirst dich einfach besser fühlen.
Individuell angepasst: Wir holen dich auf deinem aktuellen Fitnesslevel und Stress-Resistenzniveau ab und machen dich in kurzer Zeit fit. Mit Sicherheit und Spaß.
Die richtigen Leute: Wir achten darauf, nur die richtigen Leute für unser Training zuzulassen. Bei uns trainierst du mit ’normalen Menschen‘ in angenehmer, kollegialer Atmosphäre. Wir bilden nicht die Leute aus, vor denen wir uns schützen möchten. Wir trainieren miteinander, nicht gegeneinander.

Wer unterrichtet in Freiburg?

Trainer Lars

Lars Niederhüfner, Advanced Instructor Krav Core.

Kampfsport war schon immer mein liebstes Hobby. Von Judo über Kickboxen bis hin zu WingTsun hatte ich dieses Hobby immer sehr gepflegt. Der Weg führte vom Kampfsport zur Kampfkunst. Dennoch hat immer irgendwie das gewisse „etwas“ gefehlt. Ein maßgebliches Schlüsselerlebnis, welches mir zu denken gegeben hat, war die an mich gerichtete wohlwollende Aussicht eines Meisters auf ein jahrzehntelanges Training, um eine akzeptable Perfektion in dem ausgeführten System zu erreichen. Jahrzehntelanges Training, bis ich mich richtig „selbst“ verteidigen kann? Das war nicht das, was ich mir vorgestellt hatte. Natürlich muss ein Training ständig und fortlaufend gepflegt werden, aber die Substanz muss relativ schnell erlernbar sein. Ich kann nicht meine Zeit damit verbringen, über zwei Jahrzehnte oder mehr mich um die Vollständigkeit eines Selbstverteidigungssystems zu bemühen. Somit war ich empfänglich für neues.

Seit 2001 praktiziere ich Krav Maga. Mein erster Kontakt mit der Selbstverteidigung aus Israel war das System von Amnon Maor, damals noch aktiver Polizeioffizier und Cheftrainer der israelischen Grenzpolizei. Meine Ausbildungen und auch den Instruktorenkurs habe ich bei verschiedenen Gelegenheiten direkt bei Amnon Maor absolviert, während dieser in Deutschland zu Besuch war. Der Wechsel aus einem sehr verbreiteten Kung-Fu-System zu Krav Maga Maor machte mir den Unterschied von Kampfkunst und realer Selbstverteidigung schlagartig deutlich. Hier war schnell klar: keine Zeit für Spielereien. Die Schwerpunkte liegen nicht bei schönen und ästhetischen Bewegungen, sondern bei effizienten Techniken mit einem minimalen Reglement. Statt aufwändigen Formen und Bewegungsabläufen zählt reine Effektivität. Krav Maga orientiert sich an natürlichen Bewegungen und Reflexen. Dadurch erscheint Außenstehenden die Bewegungen und Abwehrreaktionen eines Kravisten sehr schnell. Der „Autopilot“ übernimmt.

Mit der Zeit aber haben sich zwei Probleme herauskristallisiert:

Erstens, der Begriff „Krav Maga“ ist rechtlich nicht geschützt. Von der Bedeutung her bedeutet „Krav Maga“ aus dem Hebräischen so viel wie „Kontaktkampf“. Es ist in Israel der gängige Begriff, wenn man sich über Selbstverteidigung austauscht. Hier im europäischen Raum findet der Begriff Gebrauch, um das System von Imi Lichtenfeld zu benennen. Mittlerweile kann sich aber jeder in Verbindung mit Krav Maga bringen, selbst wenn es der Schachclub von nebenan ist.

Zweitens, resultierend aus dem vorhergehenden Problem ergeben sich verschiedene Stile mit unterschiedlichen Techniken, Schwerpunkten und Qualitätsstandards. Die Zahl der Techniken nimmt ständig zu, was dann auch gleichzeitig fälschlich als Qualitätszuwachs verstanden wird. Techniken werden fast schon tayloristisch in noch kleinere Einzeltechniken zerlegt. Die Aufgabe des Trainierenden ist es, all diese Einzeltechniken zu beherrschen. Der Weg zur Perfektion ist das Ziel, manchmal schon fast akademisch aufgeschlüsselt. Die Redewendung, „einen Doktor daraus machen“, findet hier ihre Berechtigung. Aber hier läuft es am eigentlichen Ziel, die Befähigung zur Selbstverteidigung, vorbei. Ich veranschauliche das immer gerne an einem Beispiel, für das ich aber etwas ausholen muss:

Im Laufe mehrerer Jahre eignet man sich für den Werkzeugkasten fortlaufend neues Werkzeug an, für jedes spezielle Problem ein ganz spezielles Werkzeug. Der Werkzeugkasten füllt sich stetig, und mit jedem Jahr kommen immer mehr neue Werkzeuge dazu. Der Werkzeugkasten ist geräumig, es passt noch viel herein. Mit Stolz kann man sagen, dass man für hunderte Probleme jeweils das richtige Werkzeug parat hat. Zumindest kann man sich sicher sein, dass das Werkzeug im Kasten enthalten ist, in welchem Fach auch immer. Selbst für Schrauben in verschiedenen Größen sind verschieden große Kreuzschlitzschraubenzieher im Sortiment vorhanden. Der Kasten ist im Laufe der Jahre schwer geworden, aber dennoch trägt man dieses große Sortiment mit sich, um immer auf alles zu 100 % gewappnet zu sein. Man wuchtet den Kasten überallhin mit, und manchmal purzelt der Inhalt auch etwas umher. Jetzt steht man vor der Aufgabe, eine Schraube festzuziehen. Man öffnet den Kasten, und kramt nach dem Schraubenzieher. War es nun ein „normaler“ Schlitz, oder war es ein Kreuzschlitz? Welche Größe war es noch gleich? Hab ich nun sicher den richtigen Schraubenzieher? Und während man immer noch zwischen mehreren Werkzeugen auswählt, steht ein anderer an der Schraube, klappt ein einfaches Multitool namens Leatherman aus, und zieht die Schraube fest. Wer den Leatherman nicht kennt, es handelt sich um eine ausgefeiltere Variante eines Schweizer Taschenmessers, mit welchem man zwar nicht alle handwerklichen Probleme lösen kann, aber die häufigsten Probleme zu 90 % – und dabei trägt man gar nicht schwer daran. Das kleine Sortiment an Auswahlmöglichkeiten hat die Lösung vereinfacht, und die Dauer der Entscheidung drastisch verkürzt.

Die Beschreibung des Beispiels war langwierig, aber das war auch der Sinn der Sache. Es soll den langen Entscheidungsprozess verdeutlichen, den wir durchlaufen, wenn wir ein großes Sortiment an Einzeltechniken haben, die wir im Ernstfall auch noch erfolgreich kombinieren müssen. Hinzu kommt, dass wir am Ende nicht einfach nur vielleicht an einer Schraube scheitern, sondern einen erheblichen Preis für einen langen und zeitintensiven Entscheidungsweg bezahlen. Auf den Punkt gebracht: je mehr Techniken ich zur Verfügung habe, desto länger brauche ich, mich für (die) eine Technik und die Umsetzung derselben zu entscheiden.

Dieser Problematik wurde im Krav Core abgeholfen. Krav Core definiert sich nicht über eine große Zahl an Einzeltechniken, welche mit einem kooperierenden Gegner trainiert werden, sondern durch ein aussortiertes Sortiment, welches auch dem Moment standhält, der unerwartet und nicht nach Plan verläuft, und der Gegner nicht kooperiert. Der Unterschied zu anderen Systemen der Selbstverteidigung liegt in den Verhaltensweisen des Angreifers. Das Ziel ist, echte Verhaltensweisen eines Angreifers zu simulieren. Der Weg führt weg von theoretischer und einvernehmlicher Technik, und hin zu realistischer Performance.

Jürgen Schaffrath und Lars

Krav Core ist das Lebenswerk von Jürgen Schaffrath, Polizist und Ausbilder innerhalb der Polizei, der das ursprüngliche Krav Maga kritisch unter die Lupe genommen, und sorgfältig auf Umsetzbarkeit geprüft hat. Um bei dem obigen Beispiel zu bleiben kann man zu recht sagen, dass er den Werkzeugkasten gründlich ausgemistet und auf das Wesentliche und wirklich wichtige reduziert hat. Und das mit überzeugendem Erfolg.

Die Beschreibung von Krav Core ist hier an dieser Stelle recht kurz gefasst, aber das ist gewollt und im Wesentlichen kommt genau dies dem System gleich: einfach, effektiv und effizient, und alles zusammen im richtigen Verhältnis zueinander. Wenn Sie darüber mehr erfahren möchten, haben Sie im aktiven Training alle Gelegenheit dazu…

Was dürfen Sie bei mir im Training erwarten? Als oberste Priorität gilt für mich, Ihnen keine falschen Sicherheitsversprechungen zu machen. Aber ich verspreche, Ihnen dabei zu helfen, Ihre Chancen zu verbessern. Die Chancenverbesserung ist die Kennzahl, an der ich den Trainingserfolg messe.